Fünf Jahre “Gutes vereint“
Bereits 2019 rief unsere Münchner Bank eG die Aktion "Gutes vereint" gemeinsam mit der Abendzeitung ins Leben. Denn: Wer hilft, dem soll geholfen werden! 85 Vereine bewarben sich 2024 in den vier Kategorien Inklusion, Kinder, Soziales sowie Tiere, und damit 30 mehr als im Jahr zuvor.
Während die Abendzeitung medial die Werbetrommel rührte, unterstützten wir mit einer beachtlichen Finanzspritze: Denn auf jede Spende ab 5 Euro legten wir noch einmal zehn Euro obendrauf. Den Tag des Ehrenamtes nutzten wir am 5. November, um uns bei allen Ehrenamtlichen für die geleistete Arbeit zu bedanken, mit der sie unsere Gesellschaft zu einem Ort des Zusammenhalts und unser schönes München noch lebens- und liebenswerter machen. Die vier Gewinner-Vereine konnten sich über Spenden im Wert von 20.000,00 Euro freuen und direkt loslegen! So auch der SC Lerchenauer See, der erst am 11. September 2023 das inklusive Fußball-Team „die Inklusianer vom See“ gegründet hatte und mit deren Initiatorin wir ein exklusives Interview führen durften:
Wie erfuhren Sie von der Aktion?
Antje Dorn: Von “Gutes vereint“ erfuhr ich durch meinem Lebensgefährten Herrn Bauer, als er mir eines morgens sein Handy unter die Nase hielt. Ich war sofort begeistert und schickte gleich am nächsten Tag die Bewerbung ab, um diese einzigartige Chance für unsere neu gegründete Inklusionsmannschafft zu nutzen.
Wie lief die Bewerbungsphase ab?
Antje Dorn: Bei der Bewerbung wurde ich Schritt für Schritt durch das Menü geleitet. Alles war selbsterklärend. Nur inhaltlich von meinen Lebensgefährten unterstützt, kam ich ganz ohne technische Hilfe aus und drückte auf „senden“. Danach hieß es erstmal abwarten.
Doch schon nach rund zwei Wochen meldete sich die AZ und informierte mich darüber, dass wir es unter die Auserwählten innerhalb der vier Kategorien geschafft hatten.
Wie gestaltete sich die Votingphase für Sie?
Antje Dorn: Diese Erfahrung war für uns ganz neu und unglaublich aufregend! Von Anfang an fieberten wir alle gemeinsam mit und waren als Gruppe mit Herzblut dabei. Wir promoteten unsere Leute, warben bei Verwandten, Bekannten sowie Eltern und jeder einzelne votete mit.
Diese Erfahrung hat uns gestärkt, wir sind als Team zusammengewachsen und zu einer richtigen Familie geworden. Heute wissen wir: Wir gehören zusammen, denn gemeinsam können alles erreichen.
Wie lief die Spendenphase ab?
Antje Dorn: Dieser Phase lief über die Crowdfundking-Plattform der Münchner Bank eG. In dieser Zeit haben wir viel mit Daniela Krauss telefoniert. Sie war immer erreichbar, und uns mit ihrem Engagement unglaublich unterstützt. So telefonierte sie sogar mit unserem Vorstand, um ihn von diesem modernen Medium zu überzeugen und verhalf der Aktion so schließlich zum Durchbruch.
Endlich war unser Projekt online und wir verfolgten mit, wie die Spenden stetig stiegen. Der orangefarbene Punkt zeigte zeitgleich an, wieviel die Bank zuzahlte. Ab einer Summe von 3.800 Euro verfolgten wir die Spenden halbstündlich mit. Plötzlich waren wir auf 5.000 Euro, ein echter Nervenkitzel! Es war unglaublich das alles live mitzuverfolgen. Mit der finalen Spendensumme von 5.105 Euro, erreichten wir schließlich viel mehr, als wir jemals erwartet hatten.
Welche Highlights beinhaltete die Spendenübergabe für Sie?
Antje Dorn: Während der Übergabe im familiären Rahmen waren wir bestens versorgt. Vor allem aber kamen wir mit den anderen Vereinen ins Gespräch. Daraus entwickelten sich inspirierende Ideen und vielversprechende Kooperationsmöglichkeiten. Die so gewonnenen Kontakte mit anderen ehrenamtlichen Vereinen bilden für uns die Basis für ein vielversprechendes 2025.
Inwieweit half Ihnen „Gutes vereint“ bei der Umsetzung Ihrer Ziele?
Antje Dorn: Das Geld aus „Gutes Vereint“ haben wir sofort in warme Trainingsanzüge investiert. Diese sind bereits bestellt und waren dringen notwendig, denn viele unserer Fußballer kamen sogar bei kalten Temperaturen in kurzen Hosen zum Training.
Darüber hinaus verwenden wir die Gelder für Lernmittel für kognitive und motorische Übungen sowie für Bälle, die für Menschen mit unterschiedlicher Behinderung geeignet sind. So ermöglichen erst Bälle mit speziellen Geräuschen sehbeeinträchtigten Mitgliedern das sportliche Leben im Verein.
Und wir wollen in Turnierteilnahmen investieren – in Bayern, bundesweit und im Ausland. Denn unser einziger Wunsch ist es, dass durch gemeinsame Initiativen wie diese, immer mehr Menschen den Mut finden, sich dem Thema Inklusion anzunehmen. Damit wir uns öffnen und betroffene Menschen in unsere "gesunde" Gesellschaft vollwertig integrieren, ihnen Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringen, damit das Leben für Alle lebens- und liebenswerter wird.